Wir werden heute gegen 10 Uhr alle in Gedanken, mit schweren Herzen und tiefer Verbundenheit zum spanischen Team an unsere Jara denken, die ihren letzten Weg antreten wird. Gebangt, gehofft und doch verloren, entpuppte sich eine Umfangsvermehrung an der Nase am Ende doch als bösartiger Tumor und nicht wie erhofft, als eine Beule, die von einer Zahnwurzelentzündung ausging . Ein letztes Mal durften wir sie im März nochmal knuddeln, ihr liebevoll über den Kopf streicheln, nicht wissend, dass es unsere letzte Begegnung sein würde. Die graue Nase zwar wahrgenommen, aber verdrängt, dass auch Jara alt geworden ist. 10 Jahre hat Jara die PROA ihr Zuhause nennen dürfen, anfänglich hat sie ganz allein gelebt, die letzten Monate mit Salva, dem sie eine große Stütze wurde. Vertrauen in uns Menschen hat sie aufgebaut und ihre warnenden doch auch manchmal drohenden Blicke wischen einer liebvollen stürmischen Begrüßung und irgendwie hatte man verdrängt, dass auch für Jara irgendwann das Leben endlich sein wird. Sie gehört doch zum Inventar und darf doch nicht einfach plötzlich nicht mehr da sein. Kein Hallo mehr, wenn man durch ihren Zwinger zum Bad geht, kein bettelnder Augenaufschlag, wenn sie der Ansicht ist, sie hätte noch mehr Wiener Würstchen verdient, kein Schwanzwedeln mehr, wenn sie beobachtend in ihrem Körbchen liegt. Wir werden unser Mädchen alle so sehr vermissen. Jara, wir haben dich lieb, komm gut auf die andere Seite, wir alle werden dich begleiten…
Eine letzte Reise…


