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Pitu Galgo, Pflegestelle in 47877 Willich, geboren 03. März 2016, ca. 69 cm, 26 kg

(Mit Video) UPDATE 08.08.2022 – Gut Ding will Weile haben. Genauso ist es bei Pitu. Nach 5 Wochen in seiner Pflegestelle ist er wie umgewandelt und aus dem launischen Kerl ein liebevoller und um Frieden bemühter Galgo geworden.

Mittlerweile hält Pitu deutlich engeren Kontakt zu den Hunden, die mit ihm in der Pflegestelle leben. Gerne würde er mit ihnen rennen und toben, doch er nimmt sich sofort selbstständig zurück, wenn der Hund ihm eine Abfuhr erteilt. Auch in Hundebegegnungen ist er freundlich und neugierig, egal wie groß oder klein sein Gegenüber ist. Auf Kläfferei oder Mobbing lässt er sich nicht ein, er beteiligt sich auch nicht, wenn ein Hund aus seiner Gruppe einen fremden Hund anbellt oder anbrummt. Streit und Stress jeglicher Art sind ihm ein Graus. Rennt ein Hund im Auslauf jedoch plötzlich panisch oder auch im Spiel blitzartig los, kommt sein Galgoblut hoch und Pitu setzt hinterher. Oft lässt er sich bereits durch Ansprache vom Losspurten abhalten. Doch selbst im Sprint lässt er sich bereits recht zuverlässig und vor allem schnell wieder abrufen. Hier arbeitet sein Pflegefrauchen natürlich weiter am Timing, denn er soll lernen, außerhalb von Spielsequenzen gar nicht erst durchzustarten und auf Zuruf immer, sofort und ohne Wenn und Aber wieder abzubrechen. Dabei ist zu sagen, dass Pitu keine wilde Flitzpiepe ist, sondern am Liebsten nah bei seinen Menschen bleibt und sich somit nie weit entfernt. Im Auslauf trägt Pitu weiterhin einen Maulkorb, obwohl er schon seit längerem im Spiel kein „hab Dich!“-Schnappen mehr gezeigt hat. Pitu hat keinerlei Probleme mit dem Tragen des Maulkorbs und lernt dadurch auch noch im Nebenher, dass Mülltonnen, die ihn noch unwiderstehlich anziehen, uninteressant für ihn sind. Auch die Leckerchengabe funktioniert völlig problemlos in der Gruppe. Er bettelt zwar gerne für noch mehr Leckerchen, aber er wartet ebenso geduldig bis er dran ist und schnappt auch nicht dazwischen, wenn ein anderer etwas bekommt. Selbst wenn er leer ausgeht.

Fremden Menschen begegnet Pitu draußen freundlich und aufgeschlossen.

Alles in Allem kann man sagen, dass Pitu Wachs in den Händen seiner Menschen ist. Er liebt seine Menschen sehr und ist wahrlich von ganzem Herzen bemüht, es ihnen recht zu machen.
Dazu ist Pitu ein lustiger Kindskopf, der einem immer wieder ein Lachen ins Gesicht zaubert. Nun fehlen ihm nur noch seine Menschen, sein endgültiges Zuhause…


UPDATE 15.07.2022 – Pitu – das Beste aus allen Hundewelten in Gestalt eines weißzotteligen Galgos!

Nach 10 Tagen in seiner Pflegestelle zeigt Pitu langsam sein wunderbares Wesen. Er ist sehr anhänglich und liebt es, seinem Menschen ganz nahe zu sein. Sei es auf der Couch liegend oder immer nah an Pflegefrauchens Beinen beim Spaziergang. (Was nicht heißen soll, dass er bei Wildsichtung unangeleint nicht hinterherrennen würde!) Andere Hunde braucht Pitu nicht unbedingt zu seinem Glück, tägliche Sozialkontakte auf den Spaziergängen und beim gesicherten Freilauf vorausgesetzt.

Mit Pitu bekommt man keinen gesetzten Galgoherrn im besten Alter, sondern einen Kindskopf und Filou, der mit Bocksprüngen durch den Garten hüpft, allesmögliche (und nicht erlaubte) von Tischen und Anrichten gebrauchen kann und versucht, seine kleinen und größeren Verfehlungen mit jeder Menge Charme, Pfötchen geben und gekonntem Augenaufschlag zu überspielen. Für Pitu sind klare und verständliche Regeln und Konsequenz in der Durchsetzung ganz wichtig. Denn wenn er seinen Willen nicht mit Charme durchsetzen kann, neigt er dazu, fordernd zu werden. Mit Verbellen und auch mit Schnappen, auch nach dem Zweibeiner.

Die ersten Tage waren deshalb nicht leicht für Pitu. Pitu scheint in seinem vorigen Leben nicht viele Umweltreize außerhalb der Grundstücksgrenzen kennengelernt zu haben, denn vieles, was für uns hier in Deutschland ein normales Hundeleben ausmacht, war für Pitu absolutes Neuland und dementsprechend sehr anstrengend. Und Pitu ist noch kein Hund, der Stress jedweder Art gut, geschweige denn lange ertragen kann.
Und wenn es ihm zuviel wird, dann wird er eben unleidlich, fängt an zu zappeln, zu jaulen und schnappt, wenn er seinen Willen nicht bekommt.
Doch das gehört bereits nach nur 10 Tagen schon beinahe der Vergangenheit an. Nicht, weil er plötzlich zum Engel mutiert ist, sondern weil wir seinen Alltag so gestalten, dass er nach kurzen Phasen mentaler Anstrengung den Rest des Tages Zuhause Ruhe bekommt. Und Pitu dankt es uns, indem er sich schon deutlich an seinem Pflegefrauchen orientiert. Und durch das täglich wachsende Vertrauen wird er auch offener und neugieriger. Eine tolle Entwicklung und wunderbar, diese begleiten zu dürfen!

In Hundebegegnungen ist Pitu ebenfalls eher ein Großmaul als ein Held.
Kleine Hunde nimmt er nicht ganz ernst, außer sie sind wirklich souverän und sagen Pitu direkt Bescheid. Deshalb trägt Pitu in solchen Situationen noch einen Maulkorb, da er ansonsten auch gerne mal zwickt und mit der Resonanz dann wiederum nicht gut umgehen kann. Mit Maulkorb und mit Führung durch seine Bezugsperson benimmt Pitu sich aber abwartend und freundlich-zurückhaltend. Insofern wird er hier sicher in den kommenden Wochen noch große Lernfortschritte machen. Auch hier bestätigt sich der Eindruck aus dem Tierheim, dass Pitu früher nicht wirklich viel Sozialkompetenz lernen konnte. Doch auch das wird er lernen.

Im Auto fährt Pitu ebenfalls artig mit, auf der Arbeit verschläft er die Stunden auf seinem Kissen oder begrüßt freundlich die fremden Besucher.
Im heimischen Garten wird Besuch an der Gartenpforte hingegen vorbildlich gemeldet. Kurze Spaziergänge durch kleinstädtisches Umfeld meistert er auch bereits.

Wir sehen Pitu nicht im großstädtischen Umfeld, da die ganzen Umweltreize ihn zu sehr fordern und es ihm und seinen Menschen nur unnötig schwer machen würden. Bereits vorhandene Hunde müssen über ein hohes Maß an Sozialkompetenz verfügen, damit sie sich nicht auf die Allüren dieses spätpubertären Quatschkopfs einlassen.

Kinder sollten schon wenigstens im Teenageralter sein, da Pitu gerne mit seinen Menschen tobt, inklusive anrempeln und schubsen und da er bei jedweder Form von Essbarem blitzschnell zum Dieb wird und diese Beute auch ungern wieder hergibt.

Wer Pitu mit souveräner Konsequenz anleitet und auf seine bisherigen Lerndefizite Rücksicht nimmt und an diesen arbeitet, bekommt einen lustigen und liebebedürftigen Zottel, der wirklich einfach herzerwärmend toll ist.


Pitu kommt vom Jäger, hatte dort auch die Möglichkeit, im Haus zu wohnen. Wir gehen davon aus, dass dies tatsächlich stimmt, denn Pitu ist mit Artgenossen nicht so sozialisiert, wie wir es von den meisten anderen Galgos gewöhnt sind, die dauerhaft in Gruppen leben.

Pitu ist nicht der klassische Galgo, die typischen Rasseeigenschaften sucht man bei ihm eher vergebens. Pitu hat gelernt, sich gekonnt in Szene zu setzten, kann den Menschen sehr gut um den Finger wickeln und ist auch bereit, seinen Kopf durchzusetzen. Da zeigt er sich durchaus fordernd, Ressourcen werden knurrend verteidigt, auch dem Menschen gegenüber. Im Spiel mit dem Menschen ist Pitu nicht zimperlich, auch wenn er das unheimlich gerne macht. Er stupst, bedrängt und springt an, ist aber dabei gut zu lenken, also Potenzial nach oben ist gegeben. Pitu hat es einfach nicht richtig gelernt. Dennoch mag er den Menschen unglaublich gerne und saugt jede noch so kurze Berührung und Aufmerksamkeit auf wie ein Schwamm und möchte sehr gerne gefallen.

Wir sehen Pitu eher als Einzelhund, bei taffen Menschen, die von Pitus durchaus charmanten Art und seinem schauspielerischen Talent wenig beeindruckbar sind und ihm durch klare Führung Struktur und Regeln vermitteln. In einer Gruppe sehen wir Pitu eher nicht, da kommt es ganz sicher zu Reibereien, sofern der Mensch nicht genügend Achtsamkeit mitbringt und die Hunde eher schalten und walten lässt, oder ein ebenfalls durchsetzungsfähiger Rüde dabei ist. Mit einer souveränen Hündin könnte eine Vergesellschaftung funktionieren, aber auch hier sollte man genau hinschauen, welche Dame man Pitu zur Seite setzt, damit sie nicht sang und klanglos untergeht und Pitu nicht dauerhaft im Vordergrund steht.

Pitu ist bestimmt eine Herausforderung, macht aber in den richtigen Händen ganz sicher ebenso viel Spaß.

Geboren 03.03.2016 – Größe ca. 69 cm, Gewicht ca. 26 kg, nicht zu kleinen Kindern, im Tierheim seit Mai 2022

Pitu ist gechipt, geimpft, kastriert, auf alle Mittelmeerkrankheiten getestet, ebenfalls wurde vor Einreise ein Blutbild der Organwerte erstellt.

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