Lizzy, geboren 15.02.2015, haben wir 2020 vermittelt, ein Jahr später folgte Teo, geboren 20.05.2017.
Beide Hunde hatten ein wunderschönes, umsorgtes Leben und wir regelmäßigen Kontakt zu ihrem Frauchen, bis ihr Leben über Nacht aus den Fugen geriet. Ihr Frauchen verstarb 2024 plötzlich und völlig unerwartet und viel zu früh. Verständlicherweise wurde die Familie von Lizzys und Teos Frauchen von diesem Schicksalsschlag total überrollt. Aufgrund ihres Alters und damit verbundener gesundheitlicher Einschränkungen waren die Eltern sich zunächst unsicher, ob sie den Hunden gerecht werden können. Die Hunde sollten deshalb zurück in unsere Obhut. Doch als der Tag der Abgabe nahte, konnten die Eltern sich nicht von den Beiden trennen und die Familie fand Lösungen, um die Versorgung der Hunde zu gewährleisten. Für uns war dies absolut nachvollziehbar und so schien sich alles glücklich zu fügen. Die Eltern fanden Trost in der Versorgung der geliebten Hunde ihrer Tochter und die Hunde blieben in ihrem gewohnten Zuhause. So vergingen weitere zwei Jahre, bis der nächste Schicksalsschlag die Familie in Form eines Schlaganfalls ereilte und die Hunde nun nach Aussage der Familie zukünftig nicht mehr versorgt werden konnten. Binnen weniger Tage kamen wir der Bitte um Übernahme der Hunde nach, holten Lizzy und Teo ab und brachten sie in zwei unserer Pflegestellen.
Doch was wir in dem gepflegten und gut situiertem Haus übergeben bekommen haben machte uns sprachlos. Beide Hunde waren freundlich und dem Menschen zugewandt, doch in einem sichtlich desolaten Zustand. Die Krallen so lang, dass sie kaum laufen konnten, das Fell struppig und schuppig, die Pos mit Durchfallkot verschmiert. Teo pummelig, kurzatmig und mit schlechtem Gangbild, Lizzy schwach, kaum bemuskelt, mit angelaufenen Beinen und einem unnatürlich dicken Kugelbauch, apathisch, mit trüben Augen und müdem Blick, kaum in der Lage, einige wenige Meter zu laufen. Auch das Liegen fiel ihr sichtlich schwer und sie atmete angestrengt. Bereits auf der mehrstündigen Rückfahrt informierten wir Lizzys Pflegestelle und stellten Lizzy noch am selben Tag notfallmäßig beim Tierarzt vor.
Lizzy hatte bereits Untertemperatur, ihr Herz schlug nur noch schwach, ihr winziger Körper war aufgequollen, Bauch und Beine litten unter Wasseransammlungen und ihre Zähne waren unter einem dicken, schmierigen Belag verborgen. Lizzy konnte glücklicherweise in der Erstbehandlung stabilisiert werden und wurde mit Schmerzmitteln, Entwässerungstabletten und weiteren Medikamenten versorgt. Über den Berg war Lizzy damit leider noch nicht. Der für zwei Tage später anberaumte Herz- und Abdomenschall konnte erst durchgeführt werden, nachdem rund 700ml freie Flüssigkeit aus dem Thorax entnommen wurden. Plötzlich wog die kleine Lizzy statt 6,5 kg nur noch 5,5 kg. Auch wenn ihr dies sichtlich eine enorme Erleichterung war und sie danach deutlich interessierter auf ihre Umwelt reagierte, die Liste der bis dahin unbeachtet gebliebenen Erkrankungen lastet schwer auf ihr.
Lizzy leidet unter massivem Proteinverlust, ihr Urin-Protein-Kreatinin-Quotient ist massiv erhöht. Lizzys Nieren sind geschädigt und auch ihr Herz ist akut in Mitleidenschaft gezogen, der Blutdruck erhöht. Lizzy wird weiterhin engmaschig kontrolliert und begleitet, zeitnah muss eine Zahnsanierung stattfinden, auch wenn das Risiko auf Komplikationen recht hoch ist. Denn ihr Zahnfleisch blutet bei der leisesten Berührung und ihre Zahnschmerzen sind so groß, dass Lizzy das Fressen sehr schwerfällt, obwohl sie sichtlich Hunger hat.
Trotz der umfangreichen Krankengeschichte als Folge der massiven Vernachlässigung der Hündin hat Lizzy wieder Freude am Leben entwickelt und wir sind vorsichtig optimistisch, dass sie sich weiter erholt, wenn sie die unumgängliche Zahnsanierung gut übersteht. Sie ist der Schatten ihrer Pflegemama geworden, geht gerne winzig kleine, langsame Spaziergänge, sonnt sich im Garten und genießt es sichtlich, so liebevoll umsorgt zu werden.
Teo hat es besser getroffen, obwohl auch er deutliche Spuren der Vernachlässigung aufweist. Auch er hatte Krallen, die bereits rund gewachsen waren, auch seine Zähne sind desolat und müssen noch dringend saniert werden. Eine Erstuntersuchung mit Röntgen und Ultraschall zeigt auch bei Teo eine Herzschwäche, seine Atmung ist verschärft, ebenfalls zeigt sich eine Lahmheit, die noch abgeklärt werden muss. Alles in allem ist Teo aber deutlich besser zuwege als seine kleine Freundin Lizzy. Beide Hunde wurden ohne Impfausweis übergeben, da dieser nicht auffindbar war. Somit haben die Hunde mindestens 2 Jahre weder einen Tierarzt gesehen, noch wurden ihre Erkrankungen in irgendeiner Form wahrgenommen.
Wir haben schon lange nicht mehr so eine akute Vernachlässigung bei Hunden in einer intakten Familie erlebt und das macht uns wirklich fassungslos.
All die Schmerzen, körperlichen Einschränkungen und chronischen Erkrankungen wären vermeidbar oder zumindest gut behandelbar gewesen, wenn die Hunde rechtzeitig tierärztliche Behandlung erhalten hätten.
Die Besitzer haben uns nach einigem Hin- und Her teilweise mit den Kosten unterstützt, nun hüllen sie sich in Stillschweigen und antworten nicht mehr auf unsere Mails. Natürlich behalten wir uns rechtliche Schritte vor, aber die lösen nicht die akute Situation, denn weitere Behandlungen der Hunde müssen zeitnah stattfinden und die zu erwartenden Kosten für die beiden Zahnsanierungen sind alleine schon aufgrund des schlechten Gesundheitszustands beider Hunde und dem damit verbundenen höheren OP-Aufwand und Komplikationsrisiko eher hoch anzusetzen. Deshalb bitten wir Euch von Herzen um Eure Unterstützung.
Bisher sind bei Lizzy Kosten in Höhe von 1963,69 Euro und bei Teo in Höhe von 665,28 Euro angelaufen. Die Zahnsanierungen beider Hunde sowie die genauere Lahmheitsuntersuchung von Teo stehen wie oben beschrieben noch aus. Dauerhafte Medikamente und regelmäßige Kontrolluntersuchungen müssen weiterhin finanziert werden.
Die Hoffnung auf ein Zuhause für einen oder beide Hunde scheint schwindend gering. Deshalb würden wir uns über Patenschaften natürlich sehr freuen. Wir danken den beiden Pflegestellen der Hunde sehr, dass sie sich so liebevoll kümmern und die Hunde bestmöglich versorgen.



