Wie so oft wurde auch hier aus gut gemeinter Tierliebe Tierleid, da man den Überblick komplett verloren hat. Was ursprünglich mit 4 Katzen begonnen hat, ist gestern mit 60 Katzen geendet. Eine große Einfangaktion wurde von Minerva und PROA Mitarbeiterin Ruth und dem Besitzer des Grundstücks gestartet und binnen 2 Tagen konnten alle Katzen eingefangen werden. 2 Tierärzte vor Ort kastrieren nun im Marathon, damit die Katzen danach zeitnah wieder in ihre gewohnte Umgebung gebracht und freigelassen werden können.
Das Grundstück gehört einem Mann, der es sicherlich gut gemeint hat, als er den Katzen Zuflucht, Sicherheit und Futter angeboten hat, aber nicht darüber nachgedacht, welchen Ball er da ins Rollen brachte, denn nicht eine einzige Katze/Kater wurde in der Vergangenheit kastriert. Von außen kamen immer mehr Katzen über die nicht richtig gesicherten Zäune hinzu und so vermehrten sich die Katzen unkontrolliert und in einem Tempo, dass das Ausmaß dem Mann gänzlich über den Kopf gewachsen war.
Da er nicht weit von der PROA entfernt lebt, wurde Minerva aufmerksam und hat sich der Flut der Katzen angenommen. Vermittelt werden die meisten Katzen nicht können, denn sie sind den Menschen nicht wirklich gewöhnt, leben autark und selbstbestimmend, sollten demnach auch wieder zurück. Dafür werden auch die Zäune ausgebessert, so dass ein Eindringen von außen nicht mehr möglich sein wird. Eine Betreuung in der Zukunft wird über die PROA weiterlaufen, so dass es keine bösen Überraschungen mehr geben wird.
Wir ziehen den Hut vor Minerva und Ruth, was sie in den letzten Tagen geleistet haben.
Aktiv konnten wir vor Ort nicht helfen, aber wir werden die Kosten der Kastrationen von ca. 4000 Euro übernehmen, das haben wir Minerva feste zugesichert.