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Madrid brennt…

28.09.2026: Verbrannte Erde, schwarzverkohlte Baumstümpfe und Buschgerippe, alles überzogen mit einer dicken Ascheschicht. Verlassene Höfe, zurückgelassene Tiere… Es ist ein surreales Bild, was sich unseren spanischen Freunden und den freiwilligen Helfern in den abgebrannten Gebieten um Madrid bietet.

Während nur wenige Minuten Fahrtzeit entfernt das Leben ganz normal weiter geht und nur die herbeigewehte Asche an das Inferno mahnt, das mit solcher Wucht über einige Gebiete fegt, durchqueren Fernando, Toni und ihre Helfer hier eine regelrechte Mondlandschaft, immer in der Sorge, auf verendete oder verletzte Tiere zu treffen.

Alle Tiere, die gefunden werden, werden mit Futter und Wasser versorgt, auch für die versprengten Wildtiere und verängstigten Haus- und Nutztiere, die sich aktuell noch nicht sichern lassen, werden in der unwirtlichen Landschaft mit einfachsten Mitteln Wasser- und Futterstellen aufgebaut.

Dort, wo die Höfe und Stallungen keinen Schaden genommen haben, bleiben die Tiere in ihrem Zuhause und werden bis zur Rückkehr der Besitzer regelmäßig von den Helfern versorgt.

Wo dies nicht möglich ist, werden die Tiere gesichert und in die nicht betroffenen Tierheime und Gnadenhöfe in und um Madrid verteilt. Auch in der PROA und bei Fernando haben schon einige Hunde und Katzen Asyl bekommen. Esel, Schafe, Geflügel und Co finden ebenfalls bei Fernando vorübergehend Unterkunft.

Die Hilfsbereitschaft ist groß und die spanischen Tierschützer arbeiten Hand in Hand – eine Mammutaufgabe angesichts der seit Jahren angespannten Situation der Tierheime, sowohl was freie Plätze als auch was finanzielle Möglichkeiten angeht. Und so wird wieder alles Nötige möglich gemacht, zusammengerückt, Platz geschaffen und denen geholfen, die sich in großer Not befinden.

Wir helfen unseren spanischen Freunden natürlich mit allem, was uns möglich ist.
Und das, was die spanischen Tierschützer dringend brauchen, ist finanzielle Unterstützung.
Sachspenden sind aktuell weder nötig noch hilfreich.

Warum schreiben wir das so deutlich?
Die Futtermittellieferanten und Tierfachgeschäfte haben alle geöffnet und können die Tierheime problemlos beliefern. Die Infrastruktur ist intakt und ohne Einschränkungen nutzbar. Diese Möglichkeit nimmt den Helfern eine große Last von den Schultern, denn die Koordination, Abholung, Sortierung, Verteilung und Einlagerung von Sachspenden bindet Manpower und Räume, die die Tierheime und Hilfstrupps nicht entbehren können, solange Tiere gesucht, geborgen oder in den Gebieten versorgt werden müssen.

Deshalb bitten wir Euch um Spenden.
Geld, dass dringend für die tierischen Opfer der Großbrände gebraucht wird.
Für die tierärztliche Versorgung von dehydrierten und verletzten Tieren, für die Mengen an zusätzlichen Futtermitteln, für das Betanken der Fahrzeuge, mit denen die Helfer unermüdlich in den Gebieten unterwegs sind, für Baumaterial, um Notunterkünfte errichten zu können, für neue Reifen, weil die Fahrzeuge auf nicht geräumten Wegen über glühenden Asphalt oder versprengte Nägel fahren, für alle Ausgaben, die nötig sind, um die Helfer handlungsfähig und mobil zu halten und den Tieren vor Ort schnell helfen zu können.

Uns ist bewusst, dass die Meisten der Tiere Besitzer haben. Menschen, die ihre Tiere nicht mehr retten konnten, nicht mehr retten durften, weil das Feuer zu nah war. Wohin soll man mit seinen Hühnern, Eseln oder Schafen fliehen? Was macht man, wenn man selbst verletzt ins Krankenhaus gebracht wird, wissend, dass Zuhause Hunde, Katzen, Vögel hilflos zurückgeblieben sind?

Toni hat heute einen Galgo und eine Katze aus einer Wohnung abgeholt. Ihr Herrchen ist mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht worden und seine einzige Sorge war, dass seine Tiere nicht unversorgt in der Wohnung zurückbleiben.
Nicht nur die Tiere haben eine traumatische Zeit erlebt und erleben sie noch, sondern auch viele ihrer Besitzer.

Menschen, deren Hab und Gut durch das Feuer zu Asche geworden ist und die bei ihrer Rückkehr feststellen dürfen, dass ihre Tiere nicht Opfer der Flammen geworden sind. Doch wo sind sie? Weggelaufen? Doch noch irgendwo da draußen verbrannt oder verletzt? In einem der Tierheime / Gnadenhöfe? Ein Wechselbad der Gefühle, für die Helfer und für die betroffenen Menschen und Tiere.

Die meisten Besitzer werden nicht vollständig für die Rettung und Unterbringung ihrer Tiere finanziell aufkommen können. Die Tierheime, Tierschutzvereine und die freiwilligen Helfer vor Ort werden also einen Großteil der Kosten selbst stemmen müssen.
Zudem wird das Geld jetzt benötigt, denn ohne Geld ist ein Aufrechterhalten der Rettungs- und Betreuungsaktionen der Helfer nicht möglich.
Bitte helft uns zu helfen. Schnell, effizient, direkt dort, wo es benötigt wird.

Stichwort: Großbrände

Spendenkonto:
Paypal: finanzen-fellwechsel@ewe.net (bitte die Option an Freunde überweisen wählen, damit keine Gebühren anfallen)

oder: TS FellWechsel e.V.
Landessparkasse zu Oldenburg
IBAN: DE60 2805 0100 0091 0506 41

Wir danken euch herzlich.

100 € Karin E., 100 € Nicole W., 300 € Katja J., 20 € Verena W. 25 € Marion Sch., 50 € Vera D., 50 € Pia Angelika S.H., 50 € Anne-Claire B., 100 €,  Marina Th., 25 € Claudia St., 60 € Sebastian St., 150 € Gesine L., 200 € Tea M., 400 € Stefanie & Stefan P., 300 € Ingrid & Uwe F., 20 € Jutta & Wolfgang H.

Bereits nach Spanien überwiesen haben wir die ersten 800 Euro als Direkthilfe.


27.07.2026: DER WIND HAT GEDREHT: Update zur aktuellen Situation in Spanien: Minerva berichtet, dass starke Winde das Feuer erst mal gedreht haben, weg von der Proa und Fernando. Hin zu einer sehr großen Stadt! Nach wie vor ist die Lage extrem angespannt und vollkommen außer Kontrolle. Das Team der PROA atmet nicht auf, denn der Tierheimalltag geht weiter, viele Neuzugänge müssen versorgt werden.
Alle sorgen sich auch um die vielen Hunde und Katzen, deren Besitzer fluchtartig ihre Häuser verlassen haben und nicht zurückdürfen, weil die Behörden vor Ort sie nach wie vor sperren. Was passiert mit den vielen Haustieren, die seit Tagen ohne Versorgung in ihren Häusern eingesperrt sind??? Noch ist kein Ende dieser Katastrophe in Sicht und man kann nichts tun außer hoffen….

Mehr Videos und Infos findet ihr auf unserer FB Seite: https://www.facebook.com/TSFellWechsel.e.V.Tierschutzverein/


24.07.2026: In Spanien brauchen die Tierschützer alle Daumendrücker die sie bekommen können, denn die verheerenden Brände drohen überzugreifen. Minerva, Fernando und Team sind ausgerückt, um die ersten Rettungsaktionen durchzuführen. Ein Sanctuary wird gerade geräumt, da stehen die Flammen bereits unmittelbar vor den Toren. Ein Hilferuf aus einem Nachbarort musste unverrichteter Dinge abgebrochen werden, da ließ die Polizei die Tierschützer nicht mehr hinfahren. Die Sorge steigt, dass die Feuer sich so schnell weiterverbreiten, dass auch weitere Rettungsversuche nicht mehr möglich sind. Auch wir beginnen uns Sorgen um die PROA zu machen. Wir hoffen inständig, dass alle Menschen und Tiere in den betroffenen Regionen verschont bleiben und auch die Wildtiere noch Ausweichmöglichkeiten finden. Es ist einfach schrecklich.